Forum Mitteleuropa beim Sächsischen Landtag
Die 1. Veranstaltung des „Forum Mitteleuropa beim Sächsischen Landtag“ fand vom 28.-30. September 2011 im Ständehaus in Dresden statt.
Hintergrund
Unmittelbar nach seiner Wahl durch den Sächsischen Landtag im September 2009 bekannte sich der neue Präsident, Dr. Matthias Rößler, zu drei besonders wichtigen Schwerpunkten für die Arbeit des Parlamentes: Die Pflege der in tausend Jahren Geschichte und Staatlichkeit wurzelnden sächsischen Identität, eine nachhaltige und generationengerechte Politik und die Gestaltung der Rolle Sachsens in Mitteleuropa.
Rößler belegt die Sinnhaftigkeit dieses letzten Schwerpunktes mit dem seit der Friedlichen Revolution von1989 deutlich erkennbaren Aufbruch der mitteleuropäischen Bürgergesellschaft und der Tatsache, dass Deutschland und hier der Freistaat in besonderem Maße eine „Brücke in der Mitte des Kontinents“ darstelle und so die wachsende Wirtschaftsdynamik und Integration zwischen West und Ost auch entsprechend befördern helfen könne.
Vor diesem Hintergrund bat er Professor Ludger Kühnhardt vom Zentrum für Europäische Integrationsforschung in Bonn, ein entsprechendes Konzept zu entwickeln, das vom Präsidium des Sächsischen Landtages im Oktober des vergangenen Jahres bestätigt wurde.
Dieses Konzept sieht das „Forum Mitteleuropa beim Sächsischen Landtag“ als eine Institution, welche das Bewusstsein europäischer Verbundenheit in der Region – namentlich im Freistaat selbst – stärken soll. Vor allem das Ideal der freiheitlichen Bürgergesellschaft und ihrer Freiheitsbemühungen sollen gewürdigt und bestärkt werden. Ziel ist, einen wichtigen Impuls für die Neubelebung der Mitteleuropathematik zu liefern.
Im Rahmen des Forums finden nun Sachsen, Polen, Österreich, Ungarn, die Slowakei und Tschechien zusammen. Es wurde ein Kuratorium unter Vorsitz des Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler mit hervorragenden Persönlichkeiten der Bürgergesellschaften der mitteleuropäischen Mitgliedstaaten berufen.
Von tschechischer Seite nimmt der Schriftsteller, Bürgerrechtler und Direktor der Diplomatischen Akademie in Wien, sowie ehemaliger Botschafter der Tschechoslowakei in Deutschland, Jiří Gruša am Mitteleuropaforum teil. Die Vizevorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien und Mitglied des Ausschusses für europäische Angelegenheiten in der Slowakischen Republik und Schauspielerin Magdalena Vášáryová ist slowakisches Mitglied beim Mitteleuropaforum. Ungarisches Mitglied ist der Historiker und ehemalige Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland sowie Botschafter Ungarns beim heiligen Stuhl, Prof. Dr. Gabor Erdödy. Der ehemalige Vizekanzler der Republik Österreich, Wissenschaftsmanager, Politiker und Vorstandsvorsitzende des Instituts für Mitteleuropa und den Donauraum Wien, Prof. Dr. Erhard Busek tritt von österreichischer Seite beim Mitteleuropaforum auf. Aus Polen nimmt der ehemalige Generalkonsul der Republik Polen in Leipzig, Ryszard Król, an dem Austausch teil.
Außerdem fungieren der Urheber des Konzepts, Prof. Dr. Kühnhardt, Prof. Dr. Neuss, Professorin für Internationale Politik aus Chemnitz und Prof. Dr. Troebst, Leitender Wissenschaftler für das Gebiet Kulturstudien Ostmitteleuropas am GWZO und Professor für Kulturstudien Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig, als wissenschaftliche Unterstützer.
Das „Forum Mitteleuropa beim Sächsischen Landtag“ wird 2012 fortgeführt. Höhepunkt wird die Veranstaltung zum Thema Kultur im September des nächsten Jahres sein.
Lesen Sie auch den Bericht über das Forum in der nächsten, der 8. Ausgabe unseres Landtagskuriers.
Das „Forum“ in Bildern

